Reisen nach Thailand erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Kein Wunder – kaum ein anderes Land bietet eine vergleichbare Kombination aus landschaftlicher Schönheit, kulturellen Attraktionen, tollen Einkaufsmöglichkeiten, freundlichen Bewohnern und erstklassiger Küche.
Wer das erste Mal nach Bangkok kommt, der wird feststellen, dass ein Stadtzentrum im europäischen Sinne fehlt. Wer denn in ein Taxi steigt und „ins Zentrum“ will wird dementsprechend nur ein müdes Lächeln ernten.
Welches Zentrum ist gemeint?
Die Silom Road mit ihren Banken, dem riesigen Nachtmarkt und dem berühmt berüchtigten Rotlichtviertel Patpong?
Sukhumwit, das Zentrum der Pauschaltouristen mit einem riesigen Angebot an Hotels, Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten aller Art?
Das Viertel um den Siam Square, wo man eine Vielzahl an gigantischen Einkaufszentren, die sich mittlerweile auch vor Singapur nicht mehr zu verstecken brauchen, findet?
Oder die Gegend um den Sunam Luang, wo sich fast alle bedeutenden Tempelanlagen der Stadt befinden?
Wie auch immer – Bangkok bietet eine Fülle von Erlebnismöglichkeiten in allen Variationen!
Was das Pflichtprogramm im touristischen Bereich angeht, sollte man die drei großen Tempel der Stadt in jedem Fall gesehen haben: Der „Wat Phra Kaeo“mit dem „Gand Palace“ (Königspalast) beheimatet den sog. „Emerald Buddha“, das Hauptheiligtum des thailändischen Buddhismus. Im „Wat Po“ befindet sich ein liegender Buddha gigantischen Ausmaßes, der Siddharta Gautama beim Übergang ins Nirwana darstellt. Hier ist auch das Zentrum der traditionellen Thai Massage mit einer angegliederten Massageschule untergebracht. Ein erstklassiges Fotomotiv ist „Wat Arun“ (Tempel der Morgenröte), direkt am „Chao Praya“, dem „Fluss der Könige“ gelegen.
Wer sich schon am Fluss befindet, dem sei nun eine Rundfahrt durch die malerischen Kanäle der Stadt („Klongs“) empfohlen. Ein Erlebnis für sich sind auch die berühmten „Schwimmenden Märkte“ in Thonburi. Hierhin sollte man allerdings sehr früh aufbrechen, da das Haupttreiben früh am Morgen zu beobachten ist.
Einen Namen von Weltruf besitzt Bangkok auch als Einkaufsstadt der Superlative. Neben dem bereits erwähnten Nachtmarkt an der Silom Road lohnt sich ein Besuch im „MBK Centre“ am Siam Square, einem riesigen Einkaufszentrum mit sehr günstigen Preisen. Luxusartikel zu gehobenen Preisen bieten das brandneue „Siam Paragon“ sowie das ebenfalls sehr vornehme „Gaysorn Plaza“.
Einen Besuch wert ist auch „Sampeng“, das chinesischen Viertel der Stadt mit einer ungeheuren Ansammlung von Menschen, Märkten und Garküchen. Unweit von „Sampeng“ lohnt sich der Weg dann nach „Paruhat“, dem indischen Viertel mit zahlreichen günstigen Einkaufsmöglichkeiten vor allem im Textilbereich.
Weltberühmt ist die Küche Tailands und gerade Bangkok bietet eine in kaum einer anderen Stadt anzutreffende Vielfalt neuartiger kulinarischer Erfahrungen. Unbedingt einmal probiert haben sollte man „Tom Yum Gung“, eine sauerscharfe Zitronengrassuppe, ein typisch thailändisches Curry oder eine der vielen frischen Fischspezialitäten.
Und nach dem Essen erwartet den Besucher in Bangkok eine Vielzahl an Attraktionen unterschiedlichster Natur. Mittlerweile mehr als ein Geheimtipp ist der „Suan Lum“, ein riesiger Open Air Treffpunkt nahe des Lumpinee Parks, der grünen Lunge der Stadt, mit Live Musik und allen „Drum und Dran“.
Alles in allem sollte man für einen Bangkok Aufenthalt durchaus vier bis fünf Tage einplanen.
Oliver Sinz,
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